China und der globale Kapitalismus

Wir freuen uns, dass Ralf Ruckus‘ Besprechung des Buches von Li Minqi zum bevorstehenden Kollaps des chinesischen und des globalen Kapitalismus und sein Interview mit dem Autor nun auch auf Chinesisch erschienen ist. Die Besprechung findet sich u.a. hier: 即将崩溃的资本主义——评《中国和二十一世纪的危机》(上)  (1. Teil) und 即将崩溃的资本主义——评《中国和二十一世纪的危机》(下) (2. Teil), das Interview u.a. hier: ‍不是社会主义,就是野蛮——一场关于21世纪的对.

Nachruf auf Heinrich Senfft

Am 14. Januar ist der Medienjurist und Publizist Heinrich Senfft im Alter von 88 Jahren gestorben. Er war über drei Jahrzehnte lang einer der profiliertesten Anwälte des Zivilrechts, wobei er sich auf die Konfliktzone zwischen Persönlichkeitsschutz und Pressefreiheit spezialisiert hatte. Zusätzlich veröffentlichte er seit Ende der 1980er Jahre kritische Beiträge zur NS-Vergangenheit und zur deutsch-deutschen Gegenwart. Ein Nachruf von Karl Heinz Roth

Armut, Arbeit, Entwicklung

Im Mandelbaum Verlag ist ein Buch unseres langjährigen Autors und Redaktionsmitglieds Max Henninger erschienen, das auf seinen Arbeiten für diese Zeitschrift aufbaut. Zu den darin verhandelten Themen zählen das Erbe des italienischen Operaismus, Karl Marxens Verhältnis zur Industrialisierung, die Verstädterung der Menschheit, die Ambivalenz der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Klimawandel als Produkt und potenzieller Endpunkt kapitalistischer Entwicklung. Nähere Informationen zu dem Armut, Arbeit, Entwicklung betitelten Band finden sich hier.

„Flüchtlingskrise“ und autoritäre Integration

Nach dem „Sommer der Migration“ hat es verschiedene Versuche der Staaten gegeben, das europäische Grenzregime zu erneuern. Zugleich wurde – unter den Bedingungen der Austeritätspolitik – der Versuch einer Sortierung der Geflüchteten nach dem Gesichtspunkt der Verwertbarkeit ihrer Arbeitskraft unternommen. Der hier zur Verfügung gestellte Artikel der Hamburger Gruppe Blauer Montag diskutiert die Folgen und Perspektiven dieser Politik, nicht zuletzt aus der Erkenntnis heraus, dass die bundesdeutsche Linke hierzu bislang kaum wirksame Alternativen entwickelt hat. Neben dem unten dokumentierten Text von Frido Wenten ist auch dieser Text eine Vorveröffentlichung zu Heft 20 unserer Zeitschrift, die im Frühjahr 2017 erscheint. Der Text soll der Anfang einer Reihe von Beiträgen sein, die historische und aktuelle Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen (kapitalistischer) Arbeit und Migration analysieren.

Beobachtungsstelle für Faschismusforschung

An dieser Stelle dokumentieren wir die Erklärung zur Gründung der Osservatorio per la libertà di ricerca sui fascismi di ieri e di oggi / Beobachtungsstelle für die Freiheit der Forschung über den Faschismus gestern und heute. PDF hier

Seit einigen Jahren wird in Italien die Freiheit der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung zunehmend durch das Phänomen des Rückgriffs auf juristische Verfahren – insbesondere Beleidigungsklagen – bedroht. Sie werden von Personen angestrengt, die große Entschädigungssummen fordern und dabei oft durch ideologische Gründe motiviert sind. Dieses Phänomen betrifft vor allem solche Kolleginnen und Kollegen, die sich mit Faschismusforschung beschäftigen. Weiterlesen

Gewerkschaftsreformen in China – Segen oder Fluch?

Anfang 2017 wird Ausgabe 20 der Sozial.Geschichte Online erscheinen, diesen Beitrag von Frido Wenten veröffentlichen wir jedoch bereits jetzt. Der Autor beschäftigt sich eingehend mit dem Für und Wider einer Vermittlung des Klassenkonfliktes in China durch reformierte Gewerkschaften und Tarifverhandlungen, die von unterschiedlichen Kreisen innerhalb und außerhalb Chinas vorgeschlagen wird. Eine derartige Vermittlung erhöht seiner Meinung nach im Vergleich zu den gegenwärtigen wilden Streiks und Organisierungsformen das Risiko von Kooption und Repression und geht zudem von der irrigen Annahme aus, dass Arbeiterbewegungen nur dann Verbesserungen erkämpfen und erhalten können, wenn sie über repräsentative Organisationen verfügen: Gewerkschaftsreformen in China – Segen oder Fluch? Kontroverses zu Tarifverhandlungen und „zellulärem“ Aktivismus

Sylvia Wagners Forschungen über Heimkinder

Es kommt eher selten vor, dass ein Beitrag in unserem Heft ein großes mediales Echo und breite öffentliche Aufmerksamkeit hervorruft.

Über Sylvia Wagners Forschungsbeitrag „Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte. Arzneimittelstudien an Heimkindern“ ist in unterschiedlichen Medien berichtet worden, weswegen wir an dieser Stelle unsere Leser_innen auf die Beiträge des NDR über Medikamentenstudien an Schleswiger Heimkindern und des WDR über Studien an Essener Heimkindern hinweisen möchten, die auf den Forschungen der Krefelder Pharmazeutin basieren.